Naturerlebnis Vorpommern
Auf der Weissen Düne kann man verschiedene Bereiche der Natur Vorpommerns erleben. Steigen Sie auf und tauchen Sie ein in das Naturerlebnis Vorpommern.
Einige der Highlights in unserem Fahrtgebiet sind auf dieser Seite aufgelistet. Erleben Sie die Natur Vorpommerns zum Nachlesen von zu Hause oder unterwegs.
Greifswalder Bodden
Der Greifswalder Bodden - Kurzbeschreibung
Der Greifswalder Bodden ist mit einer Fläche von 514 km² das größte innere Küstenge-wässer der südlichen Ostseeküste. Die durchschnittliche Tiefe von 5,8 m und die abge-schlossene Lage geben ihm die typischen Merkmale einer großen flachen Meeresbucht. Die Küsten werden geprägt von Halbinseln, Moränenkliffs, Dünen, Salzwiesen und ausgedehnten Röhrichten. An die oft steinreichen Strände schließen sich unterschiedlich breite Flachwasserzonen an, die reich mit Unterwasserpflanzen bewachsen sind. Wind- geschützte Lagunen und Inseln widerspiegeln die Vielfalt der vorpommerschen Küstenlandschaft. Auch unter Wasser findet sich ein reich strukturiertes Relief mit Sandbänken sowie Block- und Geröllgründen (Riffe).
Besondere Insekten und Pflanzen
In den an den Greifswalder Bodden angrenzenden Lebensraämen sind auch einige besondere Insekten und Pflanzen zu finden. Die hier aufgelissteten Insekten und Pflanzen sind alle auf der Gelbenliste der EU und somits schützenswert.

Große Moosjungfer

Großer Feuerfalter

Bauchige Windelschnecke
Schmale Windelschnecke
Sumpf-Glanzkraut
Besondere Tiere im Greifswalder Bodden
Neben Pflanzen und Insekten beheimatet der Greifswalder Bodden auch weitere Tiere die Schützenzwert sind. Die Kegelrobben sind dabei für den Greifswalder Bodden bekannt und man kann sie sogar bei fahrten auf dem Bodden vom Schiff aus sichten.
Kegelrobbe
Bestand: rot
Fischotter
Bestand: Gelb
Seehund
Bestand: Rot

Rapfen
Bestand: Gelb
Flussneunauge
Bestand: Rot
Naturschutzzonen
Schoritzer Wiek
Die Schoritzer Wiek ist ein hochproduktives Flachgewässer. Ausgedehnte Bestände an Wasserpflanzen, an Bodenorganismen (Muscheln, Krebstiere) sowie Fische sind der Grund dafür, dass es hier im Rhythmus des Vogelzuges und der Vogelrast zu großen Vogelkonzentrationen kommt. [...]
An die Wiek grenzen ausgedehnte Röhrichte und Salzwiesen. [...} Enten, Gänse und Watvögel ziehen in den Salzwiesen ihre Jungen auf.
Drehscheibe für den Vogelzug
[...]Tausende Enten, Gänse, Schwäne und Watvögel machen in der Schoritzer Wiek und dem Greifswalder Bodden einen Zwischenstopp auf dem Weg in ihre Überwinterungs- bzw. Brutgebiete.
Scharen von Bläss-, Saat-, Grau-, Weißwangen- und Kanadagänsen sowie von Sing- und Höckerschwänen ziehen jedes Jahr im Herbst und Winter die Besucher in ihren Bann. Besonders groß ist die Zahl der verschiedenen Entenarten, die die Schoritzer Wiek als Nahrungs- oder Ruheraum nutzen. Berg- und Schellenten tauchen, Löffel-, Pfeif- und natürlich Stockenten gründeln im Gebiet nach Nahrung.
Der Struck und die Freesendorfer Wiesen
Der Struck ist eine kleine, den Freesendorfer Wiesen vorgelagerte „Insel“ am Südufer des Greifswalder Boddens, unmittelbar an der Mündung des Peenestroms. Hier befinden sich Salzwiesen, ein Strandsee, Dünen, Wacholderheiden und ein Eichenwald – vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Aus "Salzgrasland auf dem Struck und den Freesendorfer Wiesen – die Tundra vor der Haustür" vom Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern
Insel Koos, Kooser See und die Kooser Wiesen
Koos ist eine flache Insel mit einer vielfältigen Landschaft aus Salzwiesen, Röhrichten, Brackwasserseen und kleinen Waldflächen. Sie entstand durch Verlandung und Veränderungen des Küstenverlaufs und bietet heute eine einzigartige Mischung aus maritimen und landnahen Lebensräumen. Diese Struktur macht die Insel zu einem wichtigen Brut- und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten, darunter Kiebitz, Austernfischer, Seeadler und Graugans. Auch viele Amphibien und Insekten finden hier geschützte Bedingungen vor.
Peenestrom
Der Peenestrom ist, insbesondere wegen seines Fischvorkommens, ein bedeutender Lebensraum für Wasservögel, beispielsweise für Seeadler, Reiher, Kormorane und Seeschwalben. Die Peenemündung mit ihrem vorgelagerten Flachwasserbereich und zahlreichen Sandbänken, sowie die Halbinsel Struck und die Insel Ruden wurde wegen ihres Vogelreichtums bereits 1925 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Südspitze Gnitz
Die Südspitze befindet sich auf der Halbinsel Gnitz zwischen Krumminer Wiek, Peenestrom und Achterwasser, ca. 8 bis 9 km südlich Zinnowitz auf der Insel Usedom.
Die Freiwasserflächen und Röhrichte im Uferbereich der Halbinsel werden von Tafel- und Reiherenten, verschiedenen Gründelentenarten (Stockente, Knäkente, Löffelente), Haubentauchern, Blässrallen und Brandgänsen zur Rast genutzt.
Die hecken- und gebüschreiche Höftlandschaft bietet Brutmöglichkeiten für Sperbergrasmücke, Drosselrohrsänger, Schilfrohrsänger, Karmingimpel, Neuntöter und Braunkehlchen. Regelmäßig sind Schwarzspecht, Turmfalke, Baumfalke, Mäusebussard, Habicht, Sperber und Kolkrabe im Gebiet beobachtet worden. Die Steilküste am Weißen Berg beherbergt mit 400 – 600 Brutpaaren eine der größten Uferschwalbenkolonien der Insel Usedom.
Großer Wotig
Insel im nördlichen Peenestrom bei Kröslin, ca. 7 km nördlich von Wolgast
Der Große Wotig ist neben dem Struck eines der letzten größeren Salzgrasländer im Bereich des Peenestroms. Es dominieren Salz- und Flutrasen mit charakteristischen Arten wie Weißem Straußgras, Gemeinem Salzschwaden, Strand- und Sumpf-Dreizack sowie Knick-Fuchsschwanz.
Der Große Wotig ist ein traditionelles Brutgebiet für Limikolen und Küstenvögel. Es wurden 86 Arten als Brutvögel nachgewiesen, davon 25 Arten, die auf der Roten Liste der Brutvögel des Landes Mecklenburg- Vorpommern stehen. Regelmäßige Brutnachweise gibt es für Alpenstrandläufer, Rotschenkel, Kiebitz, Bekassine und Bartmeise. Unregelmäßig brüten Austernfischer, Sand- und Flussregenpfeifer, Großer Brachvogel, Lachmöwe und Flussseeschwalbe. Zu den Zugzeiten stellen die kurzrasigen Salzwiesen wichtige Rast- und Nahrungsplätze u. a. für Limikolen und nordische Gänse dar. So nutzen alljährlich im Herbst bis zu 10 000 Blässgänse das Gebiet als Schlafplatz. Auch der Fischotter wurde im Gebiet nachgewiesen.
Achterwasser
Die Insel Görmitz ist ein bedeutender Brut- und Rastplatz für Wasservögel und Zugvögel. Mehr als 80 Vogelarten wurden hier nachgewiesen, darunter viele bedrohte Arten. Die Insel bietet:
- Ungestörte Brutplätze für Lachmöwen, Kiebitze, Uferschnepfen, Rotschenkel und Brandgänse
- Rastgebiete für Kraniche, Graugänse, Pfeifenten und Bekassinen
- Jagdreviere für Seeadler, Rohrweihen und Fischadler
Das macht Görmitz zu einem der wichtigsten Feuchtgebiete Nordostdeutschlands. Die Kombination aus Flachwasserzonen, Wiesen, Brackwasser und Schilfgürteln schafft ideale Bedingungen für eine enorme Biodiversität.
Insel Görmitz
Cosim
Im Bereich des Cosims, einer Halbinsel, die in der Balmer See hinenragt, sind seit 1990 108 ha als Naturschutzgebiet gesichert.
Neben dem horislischen Reichtum wie z.B. Salzwiesen, Röhrichtschtreifen und Erlenbrüche, bietet das Gebiet einer Vielzahl von Tierarten einen hervorragenden Lebensraum. Zu diesen zählen unter anderem die wiesenbrütenden Vogelarten Rotschenkel, Bekassine, Kiebitze und Rohrweihe.
Im Schilf und Gebüsch brüten Schilfrohrsänger, Karmingimpel, Teichrohrsänger und Rohrammer. Außerhalb der Überflutungsbereiche haben sich durch die extensive Bewirtschaftung artenreiche Wiesen- und Weidegesellschaften mit Arten wie z.B. dem breitblättrigen Knabenkraut, der Kukkucks-Lichtnelke und dem schmalblättrigen Wollgras gebildet.
Die Insel Werder hat eine Fläche von 8 ha und steht unter Naturschutz. Auf den Werder wurden ganzjährig Gotlandschafe, eine anspruchlose schwedische Hausschafrasse, gebracht, damit die Flächen nicht entarten.
Die Inseln Werder und Böhmke sind Brutplatz für 18000 Brutpaare. An seltenen Pflanzen finden wir auf beiden Inseln z.B. das Siegmarswurz, die Wiesenprimel, das Gänsefingerkraut und das rauhhaarige Weidenröschen.
Werder
Böhmke
Die Insel Böhmke ist eine flache Erhebung im Nepperminer See, die eine Fläche von 3 ha besitzt und unter Naturschutz steht. Der Inselrücken, der maximal 5 m über den Wasserspiegel ragt, trägt einzelne markante Baumgestalten.
Am Ufer ziehen sich Büsche entlang. Der besondere Reiz besteht darin, dass die Insel unmittelbar aus dem Wasser ragt, ohne das ein Röhrichtgürtel die Uferlinien verdeckt.
Hier brüten unter anderem die Lachmöve, die Flussseeschwalbe, der Austernfischer, der Rotschenkel, die seltene Mittelente, die Löffelente, die Brandgans, ein Höcker-Schwan-Brutpaar und der Haubentaucher.
Stettiner Haff
Das Stettiner Haff ist umgeben von Naturparks und Naturschutzgebieten. Das Südufer des Haffes gehört zum Naturpark Am Stettiner Haff, das Nordufer mit der Insel Usedom zum Naturpark Insel Usedom und Westlich befindet sich das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch. Zudem bieten die offenen Wasserflächen des Haffs einen Lebens- und Rückzugsraum für seltene Wasservögel.
Naturpark am Stettiner Haff
Im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, in direkter Nachbarschaft zur Republik Polen, in einem der weitläufigsten Gebiete Deutschlands erstreckt sich auf einer Fläche von 553 km² der Naturpark „Am Stettiner Haff“.
Der Naturpark umfasst die weitgehend unverbaute Küste des Stettiner Haffs, die Niederungen von Uecker und Randow, die Ueckermünder Heide und die Brohmer Berge. Es finden sich viele einzigartige große und kleine Landschaftselemente wie weite Buchen- und Kiefernwälder, Moore, Wacholderbestände, Röhrichte, Trockenrasen und Binnendünen.
Anklammer Stadtbruch
Das 1461 Hektar umfassendes Naturschutzgebiet grenz an das Stettiner Haff und liegt direkt vor den Toren Anklams. Den überwiegenden Teil des Schutzgebietes bestocken Bruchwälder mit Flattergras, Gemeine Esche und Erle. In den ausgetorften Bereichen wachsen Moorwälder mit Torfmoosen, Schnabelseggen und Birken. Der Königsfarn kommt vor, weiterhin Gagel und Gilbweiderich. Im Hochmoorbereich sind heute wieder 55 Hektar waldfrei.
Im gesamten Gebiet sind bedeutende Vorkommen an Schmetterlingen anzutreffen. Bemerkenswert sind der Moorwiesen-Striemenspanner, der Enzian-Bläuling und zahlreiche weitere Tagfalterarten. 100 Brutvogelarten kommen vor, darunter Seeadler mit der höchsten Brutdichte in Europa, Rot- und Schwarzmilan, Habicht, Wespenbussard, Kranich, Wendehals, Waldwasserläufer, Sperbergrasmücke, Schlagschwirl und Karmingimpel. Fischotter und Biber sind im Gebiet heimisch.
- Wikipedia: Naturschutzgebiet Anklammer Stadtbruch, Abgerufen am 03.11.2025














